Wissen statt Vorurteile – Affenpocken

Was sind Affenpocken? 

Affenpocken sind eine durch Affenpockenviren verursachte Viruserkrankung (Zoonose).

Welche Übertragungswege gibt es? 

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der infizierten Menschen, sowie durch Tröpfcheninfektion (in der Frühphase der Erkrankung) möglich. Eine Übertragung kann auch über die Plazenta oder den Geburtsvorgang von der Mutter auf den Fötus stattfinden.

Beim überwiegenden Teil der derzeit bekannten Fälle scheint die Übertragung zwischen Sexualpartner*innen, vor allem bei wechselnden und häufigen Sexualkontakten, durch den engen Kontakt mit infektiösen Hautläsionen beim Sex zu erfolgen. Untersuchungen zu den Infektionsquellen laufen derzeit.

Welche Symptome gibt es?

Die Inkubationszeit beträgt typischerweise 6-21 Tage. 

Symptome sind anfänglich hauptsächlich sehr unspezifische Merkmale wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Erschöpfung und Lymphknotenschwellung. Nach 1-3 Tagen bilden sich Hautveränderungen. Es bilden sich pockentypische einheitliche Bläschen, Pusteln und Krusten. Die aktuellen Fälle zeigen allerdings diese (oft nur durch 1, 2, 3 Bläschen sichtbaren) Veränderungen überwiegend im Genitalbereich. Danach kommt es zu einer Bildung von Krusten, die später abfallen.

Man ist auch während der unspezifischen Merkmale infektiös!

Gibt es eine Therapie?

Die Therapie wird von Ärzt*innen verordnet, die Gesundheitsbehörden verordnen Quarantäne. Menschen, die noch gegen die Pocken geimpft sind (vor 1981 geboren) haben eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit geschützt zu sein.

Was tun, wenn ich vermute infiziert zu sein?

Auch bei unspezifischen Merkmalen, wie z.B. Fieber, gilt es die allgemeinen Regeln, die wir auch von der Grippe oder Covid kennen, einzuhalten: gesund werden und nach Möglichkeit niemanden anstecken.

ACHTUNG: Kondome sind kein ausreichender Schutz, weil der enge (Haut-)Kontakt in diesem Kontext bereits für eine Übertragung ausreicht!

Bitte 1450 anrufen – dort wird über das weitere Vorgehen informiert oder wende dich mit deinem Verdacht an deine Hausärzt*in, HIV- oder PrEP-Behandler*in oder Dermatolog*in.

Quelle: Information des BMSGPK und der Stadt Wien 

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