Was verstehen wir unter „Alter“?

Wenn wir hier von Alter reden, dann meinen wir meist ein Alter ab 65 Jahren, wenngleich sich heute viele Menschen mit 65 Jahren durchaus agil und jung fühlen und es auch sind.

Andererseits beginnen Alterungsprozesse schon wesentlich früher. Informationen über die Wechseljahre, die bereits im Alter von etwa 35 bis 45 Jahren mit der Perimenopause beginnen, stellen wir auf der Webseite

Viel wird über die körperliche Gesundheit von älteren Menschen geredet; was man tun soll und was man besser lassen soll, um die physische Gesundheit zu erhalten. Worüber seltener geredet wird, ist die sexuelle Gesundheit. Sexualität bei älteren Menschen wird häufig negiert, sodass Sexualität mit zunehmendem Alter vielleicht sogar vernachlässigt wird. Dabei kann Sexualität in jedem Alter eine Quelle zur Förderung der Lebensqualität und der physischen und psychischen Gesundheit sein. Dating und Online-Plattformen ermöglichen auch älteren Menschen, nach neuen Beziehungen und sexuellen Erfahrungen zu suchen.

Hiermit möchten wir über sexuelle Gesundheit im Allgemeinen und sexuelle Themen im Alter im Speziellen aufmerksam machen. Wir wollen aufzeigen, dass die Lust auf Sex und die sexuelle Gesundheit keine Altersgrenzen kennen.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.lustaufreden.at

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Was ist sexuelle Gesundheit?

Sexuelle Gesundheit bedeutet, sich mit seiner Sexualität wohlzufühlen. Neben Sex sind für viele Menschen auch Verbundenheit und Nähe wesentlich.

Sexuelle Gefühle, Fantasien und Wünsche begleiten Menschen ein ganzes Leben und somit auch im Alter. Sexuelle Wünsche können sich während des gesamten Lebens verändern. Vielleicht werden Intimität und Nähe im Alter wichtiger als penetrativer Sex. Wie auch immer sich die Sexualität verändert: Entscheidend ist, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen und ob wir über sie und über unsere Bedürfnisse reden können.

In der Sexualität gibt es kein Richtig oder Falsch, vorausgesetzt, alle Beteiligten sind einverstanden und die Gesetze werden eingehalten.

Sexuelle Gesundheit ist ein Menschenrecht! Konkret umfasst sexuelle Gesundheit das Recht

  • Sexualität frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt zu erleben
  • Zugang zu Wissen, Information, Beratung und Behandlung zu haben
  • sexuelle und romantische Beziehungen frei zu gestalten
  • eine lustvolle, befriedigende und risikoarme Sexualität leben zu können
  • körperlich unversehrt zu bleiben und sich vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) zu schützen.
  • auf Privatsphäre und Selbstbestimmung

 

Wie verändert sich die sexuelle Gesundheit mit zunehmendem Alter?

Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens und diese Veränderungen sind von Person zu Person unterschiedlich. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper durch den natürlichen Alterungsprozess oder auch durch Erkrankungen, gleichzeitig profitiert man womöglich von einer zunehmenden Erfahrung und dem Wissen, was einem gefällt und was nicht.

Genau genommen beginnt unser Körper bereits ab etwa 30 Jahren mit dem Alterungsprozess, wenn wir nicht durch Bewegung und Ernährung entgegenwirken. Hormonelle Veränderungen bei Frauen treten bereits ab Mitte 30 bis 40 Jahren ein. Hier leitet die Perimenopause die Menopause, umgangssprachlich „Wechsel“, ein. Die Menopause ist der Zeitpunkt, an dem die letzte Menstruation eintritt und ein Jahr lang keine weitere Regelblutung mehr eintritt. Durch die Menopause sinkt der Östrogenspiegel ab, was vermehrt zu vaginaler Trockenheit und verringerter Lust führen kann. 

Das Absinken des Testosteronspiegels bei Männern kann die Erektion beeinflussen, indem sie weniger stark oder stabil ist und die Libido verringert.

Auch (chronische) Erkrankungen und deren Behandlungen können sich auf die Sexualität und/oder sexuelle Funktionsfähigkeit und auch auf das eigene Körper- und Selbstbild auswirken.

So können hormonelle Veränderungen, Erkrankungen, eine eingeschränkte sexuelle Funktionsfähigkeit oder schlicht das veränderte Aussehen das Selbstbewusstsein vermindern und/oder zu Lustlosigkeit führen. Gleichzeitig fühlen sich manche Menschen mit zunehmendem Alter in ihrem Körper wohler und entdecken eine neue Art der sexuellen Intimität. Eigene Bedürfnisse und Wünsche werden ernster genommen oder verändern sich. Vielleicht entsteht eine intensivere emotionale Verbindung zu (neuen) Partner*innen und eine höhere Zufriedenheit in der Sexualität. Sex ist das, was du darunter verstehst; auch. Zärtlichkeiten wie Umarmungen, Küsse oder sanfte Berührungen können ebenso erfüllend sein und zur emotionalen Intimität beitragen wie penetrativer Sex.  

Wie kannst du deine sexuelle Gesundheit fördern?

Wir haben hier ein paar Tipps für dich zusammengestellt, wie du dafür sorgen kannst, so lange wie möglich sexuell gesund zu bleiben

  • Überlege, was dir Lust bereitet und mit wem es dir Lust bereitet. Was dir früher gefallen hat, muss dir heute nicht mehr Lust bereiten. Wenn du eine*n neue*n Partner*in hast, kannst du dich sexuell neu entdecken und ausprobieren.
  • Pflege deine Partner*innenschaft: Eine stabile und liebevolle Partnerschaft kann die Grundlage für eine gesunde Sexualität im Alter sein. Gemeinsame Aktivitäten und das Pflegen der emotionalen Bindung sind genauso wichtig wie die körperliche Intimität.
  • Versuche Selbstbefriedigung: Auch im Alter ist Masturbation eine gesunde Möglichkeit, das eigene sexuelle Wohlbefinden zu fördern. Sie kann helfen, das sexuelle Verlangen zu erhalten und ein gutes Körpergefühl zu behalten.
  • Bei jedem sexuellen Kontakt und jeder Sexualpraktik gilt: Ja heißt ja und nein heißt nein – für dich und für andere. Safe Words können dies gewährleisten ohne direkt abzubrechen.
  • Probiere verschiedene Hilfsmittel aus: Zum Beispiel hilft Gleitgel auf Wasserbasis bei vaginaler Trockenheit; Hormonhaltige Zäpfchen oder Cremes können die Scheidenschleimhaut stärken. Kissen und Pölster können die Gelenke unterstützen. Bei Männern können Medikamente oder Penispumpen die Erektion unterstützen.
  • Trainiere deine Beckenboden: Ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen die sexuelle Gesundheit fördern. Bei Frauen kann es helfen, die Vaginalmuskulatur zu stärken und die sexuelle Erregung zu steigern, während es bei Männern die Erektionsfähigkeit unterstützen kann.
  • Zeit nehmen, langsam angehen: Ein Vorteil des Alters ist, dass meist ausreichend Zeit für Sex vorhanden ist. Probiere Massagen, die die Lust anregen aus oder flüstert euch anregende Worte ins Ohr.
  • Neue Wege der Intimität erkunden: z.B. durch langsameres, achtsames Vorspiel oder durch das Ausprobieren von Techniken, die weniger anstrengend oder körperlich belastend sind.
  • Probiere Stellungen aus, die angenehm für dich sind: Positionen, die den Gelenken und der Blase entgegenkommen.
  • Der Appetit kommt mit dem Essen: Lustlosigkeit ist weit verbreitet. Eine einfache Empfehlung lautet, dass sich Lust möglicherweise einstellen kann, wenn man sich darauf einlässt. Vielleicht gibt es etwas, das dir besonders Lust bereitet und dich anregt. Wenn doch keine Lust aufkommt, dann vielleicht beim nächsten Mal.
  • Rede mit deinen Partner*innen: Erzähle von deinen Bedürfnissen und Wünschen, Ängsten und Sorgen. Gerade im Alter können sich sexuelle Vorlieben oder Bedürfnisse verändern und durch eine offene Kommunikation können Nähe, Intimität und Verständnis entstehen und deine Gesundheit insgesamt gefördert werden.

Daneben gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln und Sexspielzeugen, die in Apotheken und Sexshops vor Ort oder im Internet erworben werden können. Manchmal hilft ein Gespräch mit Ärzt*innen oder eine Beratung, um zu erfahren, was man ausprobieren könnte.

 

Gespräche mit Ärzt*innen

Manche Themen möchte man am liebsten mit Expert*innen besprechen (z.B. Erektionsprobleme; Angst, sich mit einer STI angesteckt zu haben). Hierfür bietet sich das Gespräch mit deinem Arzt*deiner Ärztin an.

Auch wenn die sexuelle Gesundheit bislang noch nie ein Thema zwischen euch war, so sollte es dir nicht peinlich sein. Ärzt*innen sind für alle Belange der Gesundheit zuständig und dazu gehört auch die sexuelle Gesundheit. Andere Themen der Gesundheit, wie die Herzgesundheit, Blutfettwerte oder der Hormonhaushalt müssen regelmäßig kontrolliert werden und können auch die sexuelle Gesundheit beeinflussen. Dies können gute Anknüpfungspunkte zu einem Gespräch über sexuelle Gesundheit sein.

Dein Arzt*deine Ärztin weiß außerdem, wohin er*sie dich verweisen kann, wenn er*sie das Gefühl hat, dass du an einer anderen Stelle besser unterstützt werden kannst. Hier ein paar Tipps, wie das Gespräch gelingen kann:

  • Bereite dich auf das Gespräch vor: Überlege dir zunächst, was dein konkretes Anliegen ist, wo dein Problem liegt. Geht es um Symptome oder geht es um Beziehungsprobleme oder um etwas Anderes?
  • Was ist für deine Ärztin*deinen Arzt wichtig: Für Ärzt*innen kann es durchaus wichtig sein zu wissen, zu wem du dich sexuell hingezogen fühlst, ob du in einer Partner*innenschaft lebst oder in letzter Zeit mit verschiedenen Personen Sex hattest. Auch wird es wichtig sein, seit wann dein Problem besteht, in welchen Situationen, usw.
  • Bleibe ehrlich: Gerade bei Ärzt*innen macht es Sinn, alle Fragen ehrlich zu beantworten und Themen offen anzusprechen. Sie unterliegen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht und das bedeutet, dass alles, was du sagst, nicht nach außen dringen darf.

Manche Ärzt*innen sind auf Sexualmedizin spezialisiert. Gerade bei langanhaltenden oder belastenden Problemen können sie die richtige Anlaufstelle sein. Frag deine Ärztin*deinen Arzt oder suche im Internet .

Falls du andere Schwierigkeiten mit der Sexualität hast, sei es aufgrund von Beziehungsthemen, traumatischen Erfahrungen oder anderen psychischen Belastungen, kann eine Beratung oder Therapie hilfreich sein. Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen oder Sexualtherapeut*innen können dich unterstützen, Themen aufzuarbeiten, neue Perspektiven zu entwickeln und Lösungen zu finden.

Sexuell übertragbare Infektionen kennen kein Alter!

Wechseljahre

Die Wechseljahre bezeichnen den Zeitraum im Leben von Frauen, in denen es zur Abnahme der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron kommt. Dies führt zu Verschiebungen in den Monatsblutungen und schließlich zum Ausbleiben dieser (Menopause). Typischerweise beginnen diese Veränderungen bereits zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr, denn ab diesem Alter nimmt die Funktion der Eierstöcke ab, sodass sie nach und nach weniger Östrogen und Progesteron produzieren. In Österreich liegt der durchschnittliche Zeitpunkt der letzten Regelblutung bei 51 Jahren.

Die Wechseljahre sind eine natürliche Entwicklung im Leben einer weiblichen Person und keine Krankheit. Glücklicherweise wird in den letzten Jahren vermehrt über die Wechseljahre geredet, sodass auch mehr Informationen zur Verfügung stehen.

Pauschale Aussagen zu den Wechseljahren sind schwer zu treffen, da jede Frau und jeder Körper individuell sind. Manche Frau hat keine bis kaum Beschwerden und eine andere wiederum spürt sowohl physische als auch psychische Belastungen. Erste Anlaufstelle ist die*der Gynäkolog*in. Diese*r kann bei Bedarf zusätzlich an weitere Ärzt*innen und/oder spezialisierte Gynäkolog*innen weiterverweisen.

Die Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre lassen sich in drei Phasen einteilen: Perimenopause, Menopause, Postmenopause.

Perimenopause

Die Perimenopause ist der Vorläufer der Menopause und kann bei manchen Frauen schon ab Mitte dreißig, bei anderen ab Mitte vierzig beginnen.

In der Perimenopause kann frau nach wie vor eine regelmäßige Blutung haben. Die Funktion der Eierstöcke lässt aber allmählich nach und die Eisprünge werden seltener.

Konkret führt ein ausbleibender oder suboptimal verlaufender Eisprung dazu, dass dem Körper weniger Progesteron zur Verfügung steht, da aus der Follikelhülle, in der die Eizelle reift, Progesteron produziert wird. Dieses Progesteron, ein Gelbkörperhormon, wirkt sich positiv auf Stimmung, Schlaf, Blutdruck, Körpergewicht und Immunsystem aus. Wenn weniger Progesteron zur Verfügung steht, kommt es zu einer Östrogendominanz und der Zyklus kann unregelmäßiger sowie die Periode kürzer oder länger andauern und die Blutungen intensiver oder schwächer sein. Die Regelblutung kann auch einmal mehrere Monate ausbleiben.

Der Großteil der Frauen erlebt während der Wechseljahre spürbare Symptome, die sich manchmal auch erst rückwirkend auf die Wechseljahre zurückgeführt werden können. Die Stärke und Art der Beschwerden unterscheiden sich jedoch deutlich von Person zu Person. Etwa 20-30% erleben ihre Symptome so massiv, dass es ihre Lebensqualität deutlich einschränkt oder auch ihre Gedächtnis- und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.

Symptome in der Lutealphase, die man dem Prämenstruellen Syndrom zuschreibt, können in der Perimenopause erstmals oder verstärkt auftreten, wie z.B.

  • Gewichtszunahme
  • Wassereinlagerungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit
  • Spannungsschmerzen in der Brust
  • Kopfschmerzen und Migräne

Darüber hinaus können – müssen aber nicht – folgende Symptome leicht, mäßig oder stark auftreten:

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Nachtschweiß
  • Trockene Haare
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Lustlosigkeit, Libidoverlust
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Depressive Verstimmungen, Wutanfälle, Verstärkung/Entwicklung von Ängsten
  • Denk- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Häufige Blasenentzündungen
  • Vaginale Beschwerden wie Brennen, Jucken, Ausfluss
  • Gelenksschmerzen

 

In der Perimenopause kann frau nach wie vor schwanger werden. Auf Verhütung kann erst verzichtet werden, wenn die letzte Regelblutung länger als ein Jahr zurückliegt, die Frau also in die Menopause eingetreten ist.

Menopause

Die Menopause selbst bezeichnet eigentlich keine Phase, sondern vielmehr den Zeitpunkt der letzten Regelblutung. Die Menopause bezeichnet das natürliche und dauerhafte Ausbleiben der Menstruation infolge eines Östrogenmangels, der nicht auf einen krankhaften Prozess zurückzuführen ist. Der Begriff „Menopause“ leitet sich von den griechischen Wörtern pausis („Pause“) und men („Monat“) ab. Eine Amenorrhö, die über 12 Monate anhält, markiert das Ende der reproduktiven und Lebensphase einer Frau; dementsprechend kann frau nach der Menopause nicht mehr schwanger werden. Die natürliche Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 45. und 56. Lebensjahr ein; das mittlere Alter liegt bei 51 Jahren.

Die Lebensspanne nach der Menopause nennt sich Postmenopause.

Postmenopause

Die Postmenopause ist die Phase, in der also keine Blutungen mehr auftreten. Der Hormonhaushalt kommt langsam zur Ruhe und pendelt sich auf einem neuen Niveau ein. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung verbringen Frauen etwa 40 % ihres Lebens in der postmenopausalen Phase, wenn man davon ausgeht, dass die Menopause mit 51 Jahren eintritt und die Lebenserwartung von Frauen in Österreich bei etwa 84 Jahren liegt.

Obwohl in der Postmenopause die Wechseljahre vorbei sind, leiden viele Frauen noch weiter unter einzelnen Symptomen der Perimenopause, insbesondere aufgrund der niedrigen Östrogenkonzentration. Was besonders hervorsticht sind aber die Folgeerscheinungen, die durch den wegfallenden Schutz des Östrogens auftreten wie zum Beispiel Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier gilt es, sich verstärkt mit der eigenen Gesundheit und vielleicht auch mit einem neuen Selbstverständnis als Frau auseinanderzusetzen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Ernährungs-, Bewegungs- und Longevity-Empfehlungen, die zur Förderung eines gesunden Lebensstils beitragen können.

Vielleicht ist auch jetzt der Zeitpunkt, an dem frau sich mit einer bioidenten Hormontherapie auseinandersetzt (die auch schon in der Perimenopause unter ärztlicher Begleitung begonnen werden kann), der sowohl eine Verbesserung der Symptome nachgesagt wird als auch ein Schutz vor Alterskrankheiten. Hierbei unterstützen Gynäkolog*innen sowie Endokrinolog*innen.  

Reden über Wechseljahre

Wie auch bei anderen Themen der Gesundheit, helfen einerseits Wissen und andererseits das Reden über persönlichen Erfahrungen im Umgang mit den Wechseljahren. Insbesondere profitiert die auch die mentale Gesundheit davon, aber auch die sexuelle Gesundheit. 

Zum Glück gibt es heute mehr Bewusstsein und mediale Verbreitung über diese Phase des Lebens. Dennoch geht es auch darum, dass Symptome den Wechseljahren persönlich zugeordnet werden, frau also ein Bewusstsein darüber erlangt, dass es sich bei den persönlichen Beschwerden/Erfahrungen um die Wechseljahre handeln könnte.

Hier kommt dem Reden über die Wechseljahre besondere Bedeutung zu, sei es in romantischen und freundschaftlichen Beziehungen als auch bei Ärzt*innen und anderen Behandler*innen. Frau kann dadurch von den Erfahrungen und dem Wissen anderer Personen profitieren, eine neue Qualität in Beziehungen erlangen oder – in Bezug auf Ärzt*innen – Unterstützung bekommen.

Durch die Wechseljahre entdecken Frauen häufig auch neue Seiten in sich, entdecken vielleicht Selbstfürsorge und erlangen mehr Selbstvertrauen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, bieten die Wechseljahre und die Jahre danach eine aufregende und neue Lebensphase, in der im besten Fall bewusster Zeit für sich genommen wird und das Leben neu ausgekostet wird mit Dingen, die gut tun.

 

Informations complémentaires

Wenn auch hier nur ein kurzer Überblick gegeben werden kann, so gibt es mittlerweile eine Vielfalt an Informationsquellen, aus denen weiteres Wissen generiert werden kann. Hier eine kleine Auswahl:

 

Bücher

„Woman on Fire“, Dr.in med. Sheila de Liz

“Raus aus dem Hormonkarussell”, Dr.in med. Judith Bildau

WEB

Informationen des Öffentlichen Gesundheitsportals Österreich

Informationen des Wiener Programms für Frauengesundheit

Österreichischer Menstruationsgesundheitsbericht 2024 

Österreichischer Frauengesundheitsbericht 2022 

Studien zu Wechseljahren auf PubMed

Podcasts

MENOMIO – Der Podcast für glückliche Wechseljahre. Daniela Ullrich

VON WEGEN PAUSE! Wechseljahre, ein fulminanter Neustart! Birgit Fenderl

HORMONgesteuert – Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig

HORMON RESET Podcast. Rabea Kieß

 

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